Die Nordküste (Nefyn, Porthdinllaen) ist wild und felsig, die Südküste (Abersoch, Criccieth, Pwllheli) sanfter und stärker erschlossen, die Spitze um Aberdaron am abgelegensten.
1 Porthdinllaen
Ein winziger Fischerweiler an einem geschwungenen Strand, im Besitz des National Trust, mit dem Tŷ Coch Inn direkt am Sand. Auf den Felsen der Landzunge sonnen sich oft Robben.
Praktisches: Keine Autos bis zum Strand: zu Fuß über den Sand ab Morfa Nefyn oder über die Landzunge (etwa 20–30 Minuten).
2 Aberdaron
Weiß getünchte Häuser rund um eine Bucht am Ende der Halbinsel, mit der mittelalterlichen Kirche St Hywyn am Strand und Y Gegin Fawr, einem Gebäude, in dem Pilger einst aßen, bevor sie nach Bardsey übersetzten.
Praktisches: Kostenlos; kleiner Parkplatz. Cafés und eine Bäckerei.
3 Bardsey Island (Ynys Enlli)
Eine kleine Insel jenseits eines heftigen Gezeitensunds, auf der seit dem Frühmittelalter ein Kloster stand. Drei Pilgerfahrten nach Bardsey sollen einer nach Rom gleichgekommen sein. Heute leben hier Robben, Seevögel und eine Handvoll Bewohner, und die Insel wurde für ihren dunklen Nachthimmel ausgezeichnet.
Praktisches: Saisonale Tagesfahrten mit dem Boot ab Porth Meudwy; wetterabhängig.
4 Criccieth Castle
Vom walisischen Fürsten Llywelyn dem Großen erbaut und später von Edward I. verstärkt, steht die Burg auf einer Landzunge zwischen zwei Stränden, mit Blick über die Cardigan Bay bis Harlech.
Praktisches: Cadw-Stätte; in der Saison Eintritt. Criccieth hat einen Bahnhof an der Cambrian-Coast-Strecke.
5 Nefyn und die Nordküste
Lange Sandbuchten unter steilen Hängen, mit einem kleinen Seefahrtsmuseum in Nefyn. Weiter westlich heißt Porth Oer wegen des Quietschens seines Sandes unter den Füßen Whistling Sands.
Praktisches: Kostenlos; National-Trust-Parkplatz in Porth Oer (Gebühr).
6 Abersoch
Der Segel- und Badeort der Halbinsel, mit bunten Strandhütten, einem Hafen und Cafés. In der Nähe liegt Porth Neigwl (Hell’s Mouth), ein langer Surfstrand.
Praktisches: Im Sommer voll; Parken kann schwierig sein.